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Die Gravel-Wurzeln von Campagnolo

25 Februar 2021
Die Gravel-Wurzeln von Campagnolo

Die Bedeutung von #BornBeforeRoads: „Das sind unsere Ursprünge“.

 

Campagnolo ist so bekannt als erfolgreiches Unternehmen für Rennradbauteile - mit Siegen bei den Grand Tours, Klassiker-Rennen und vielem mehr -, dass es manchmal leicht ist, die historischen Wurzeln einer Marke zu übersehen, die buchstäblich „vor der Straße geboren wurde“.

Der junge Tullio Campagnolo trat bei den Radrennen der 20er Jahre an. Die Fahrräder hatten damals eine Rahmenform mit zwei Dreiecken und abgesenkte Lenker. Der Nervenkitzel und der Wunsch der Radfahrer, stets im Rampenlicht zu stehen, sorgten für die gleiche berauschende Mischung aus Adrenalin und Stolz wie heute.

Einige technische Details jedoch, die wir heutzutage für selbstverständlich halten, waren damals komplett anders. Angesichts der Geometrie der damaligen Fahrräder können wir uns diese Zeit als Beginn der Straßenrennen vorstellen, aber es gab immer noch sehr wenige asphaltierte Straßen, wie wir sie heute kennen. Die meisten Rennen wurden auf unbefestigten Oberflächen, nicht asphaltierten Pisten und Schotterstraßen ausgetragen.

 

 

Was Radfahrer im frühen 20. Jahrhundert unter ihren Reifen hatten, ähnelte sehr den gemischten Oberflächen, die wir heute als Gravel-Strecken bezeichnen. Und wie wir heute benötigten auch die damaligen Radfahrer innovative Lösungen, um Vorteile bei der Leistung zu erzielen.

Da hatte Tullio die Idee zur Erfindung des berühmten „Schnellspanners“, die daraufhin zum gesamten Katalog der Campagnolo-Innovationen führte. Zu dieser Zeit musste für den Gangwechsel zur Bewältigung eines Anstiegs das Hinterrad entfernt und gedreht werden, um von einem kleinen Zahnrad zu einem größeren zu wechseln.

 

 

Der entscheidende Moment war ein Rennen im kalten November 1927, als Tullio die Flügelmuttern, mit denen sein Hinterrad befestigt war, nicht abnehmen konnte und somit am Pass Croce d'Aune, nicht weit von Cima Ekar, der spirituellen Heimat der Ekar-Gruppe, das Rennen verlor.

Nach unzähligen Ideen, Experimenten, Entwürfen und Prototypen wurde der Schnellspanner im Februar 1930 patentiert und ab 1933 produziert. In diesem Jahr gründete Tullio in Vicenza, im Hinterzimmer des Eisenwarengeschäfts seines Vaters, das Unternehmen Campagnolo.

Angesichts der sich bessernden Straßenbedingungen und des Stils der „Straßenrennen“, bei denen Spitzen-Rennfahrer auf glatteren Straßen fuhren, um die Geschwindigkeit zu erhöhen, musste sich die Technologie an die neuen Anforderungen anpassen. Campagnolo stellte nun sein erstes Schaltwerk her, ein innovativer Mechanismus zum Gangwechsel, ohne das Hinterrad abmontieren zu müssen.

Das erste Campagnolo-Schaltwerk hatte zwei Hebel: einen, um das Rad teilweise zu lockern, was eine kleine seitliche Bewegung ermöglichte, und einen zweiten, der die Kette von einem Ritzel zum nächsten bewegte. Es mag im Vergleich zu den fortschrittlichen Designs der heutigen Ekar- und Super Record-Systeme rudimentär klingen, aber es war ein großer Schritt nach vorne für Radfahrer und Fahrradmechaniker um die Mitte des 20.

 

 

Jahrhunderts. Weitere Entwicklungen und Verfeinerungen folgten schnell, da Campagnolo-Schaltwerke von Spitzen-Rennfahrern eingesetzt wurden, die immer größere Ansprüche hatten: Das Feedback von Profi-Radfahrern war schon immer eine der Grundlagen für die Entwicklung neuer Projekte, zu Zeiten von Tullio genauso wie heute.

Valentino Campagnolo, Sohn von Tullio und derzeitiger Geschäftsführer des Unternehmens, erzählte der Zeitschrift Cyclist über Tullio:

„Mein Vater wuchs von Fahrrädern umgeben auf ... das war seine Leidenschaft. Er war zuallererst ein Rennfahrer und aus diesem Grund hat er seine Ausrüstung immer mit Blick auf die Radfahrer entworfen. Er hat wunderschöne, zuverlässige, effiziente und von unzähligen Champions verwendete Produkte entwickelt.“

Das Rennen lag Tullio im Blut, aber zahlreiche Champions gewannen auch zur Zeit von Valentino, dem derzeitigen Herrn Campagnolo, mit Campagnolo-Komponenten.

In den 40er Jahren erreichte die legendäre Rivalität zwischen Fausto Coppi und Gino Bartali ihren Höhepunkt und die Campagnolo-Gruppen standen dabei im Mittelpunkt. Bartali gewann 1948 die Tour de France mit dem Corsa-Schaltwerk – der erste Sieg für Campagnolo – dann holte Coppi nach dem Wechsel zu Campagnolo 1952 seinen ersten Sieg mit dem Gran Sport, dem Parallelogrammschaltwerk mit doppeltem Zug von Tullio.

 

 

 

Die technischen Fortschritte und die Erfolge in den Radrennen folgten im Laufe der Jahrzehnte aufeinander: Fünf verschiedene Rennfahrer holten fünf Siege mit dem Gran Sport-Schaltwerk bei der Tour in den 50er Jahren. Jacques Anquetil gewann mit dem Record in den 60er Jahren, Eddy Merckx mit dem Nuovo Record in den 70er Jahren und Bernard Hinault mit dem ersten Super Record in den 70er und 80er Jahren.

Nach dem Tod von Tullio Campagnolo im Jahr 1983 übernahm Valentino die Führung des Unternehmens. Der technologische Fortschritt ging weiter und damit auch die Vorreiterrolle bei Wettbewerben.

Laurent Fignon wechselte 1984 zu Campagnolo und kam im gelben Trikot mit dem Super Record in Paris an. Er war einer von fünf Campagnolo-Radfahrern, die in den 80er Jahren die Grande Boucle gewannen, zusammen mit seinem großen Rivalen Greg LeMond, der Campagnolo wählte, bevor er das Rennen im Jahr 1986 mit einem C-Record gewann. Der Amerikaner gewann den ersten von neun überraschenden Titeln für Campagnolo bei der Tour in den 90er Jahren. Der große Miguel Indurain holte seine unglaublichen fünf Siege in Folge alle mit dem Record und der legendäre Marco Pantani schloss das Jahrzehnt mit dem Sieg mit Record Titanium im Jahr 1998 ab.

 

 

Nachdem eine weitere italienische Ikone, Vincenzo Nibali, 2014 mit der Super Record-Gruppe gewann, eröffnete ein weiterer italienischer Favorit, Fabio Aru, der neuen Generation den Weg: Diese wurde verkörpert von Tadej Pogačar, dem jungen slowenischen Gewinner der Tour de France 2020 mit dem Super Record EPS.

Alle diese Gruppen wurden im Laufe der Jahre auf höchstem Niveau getestet: bei den Grand Tours, den Klassiker-Rennen und in vielen anderen Disziplinen und Arten des Radrennsports.

 

 

Die wachsende Beliebtheit von Gravel-Wettrennen, die unwiderstehliche Anziehungskraft von Endurance-Rennen und die Forderungen der heutigen Radfahrer, sich zu diversifizieren und alle Arten von Disziplinen auszuprobieren, haben uns zum Ausgangspunkt zurückgeführt: zu den ersten „Offroad“-Innovationen der 30er und 40er Jahre.

Die heutige Campagnolo Ekar Gravel-Gruppe ist von den Erfindungen aus unserer glorreichen Vergangenheit abgeleitet und wurde mit einem genauen Ziel gestaltet: Ihnen dabei zu helfen, neue Erforschungs- und Leistungsgrenzen zu erreichen.

Diese speziell für den Allroad-Einsatz entwickelten Komponenten bringen unsere einzigartigen Werte zum Ausdruck: sorgfältige technologische Forschung und Liebe zum Stil, zur Leichtigkeit und absoluter Zuverlässigkeit.

Wir setzen erneut auf die elegante Einfachheit des einzelnen Kettenrads, das mit den 13 Gängen von Ekar auf ein höheres Niveau gebracht wurde.

 

 

Campagnolo, #BornBeforeRoads.

 

©Yuzuru Sunada

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