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Das leben als mechaniker

22 April 2021
The life of a mechanic

Die Tage in den Ardennen werden für die Mechaniker des Radsports hart und unberechenbar sein.

Doch was bedeutet es, bei solchen Klassikern Mechaniker zu sein? Wir fragen die Experten vom AG2R Citroën Team...

Die zweite Aprilhälfte ist seit jeher im Straßenradsport die Zeit der Ardennen.

Die drei prestigeträchtigen Eintagesrennen - Amstel Gold, La Flèche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich - finden in den Ardennen und der niederländischen Provinz Limburg statt. Durch steile und enge Hügelabschnitte gekennzeichnet, sind sie ein fruchtbarer Boden für Puncheure und Bergfahrer im Hauptfeld. Bei allen drei Klassikern mangelt es nicht an ebenso wettbewerbsfähigen Frauen-Veranstaltungen.

 

 

Das Team AG2R Citroën, das Campagnolo verwendet, wird bei den drei Rennen mit dem Belgier Greg van Avermaet unter den Spitzenfahrern an den Start gehen. Der 35-Jährige, der oft seinen Urlaub in den Ardennen verbringt, kennt die Straßen in dieser Region gut und strebt mit Unterstützung der talentierten Fahrer Bob Jungels und Stan Dewulf den Sieg an.

 

 

Auch die Mitarbeiter des französischen Teams, darunter ein erstklassiges Mechaniker-Team, werden dem Belgier mit ihrer fleißigen Arbeit hinter den Kulissen des Rennens zur Seite stehen.

Mechaniker sind zweifelsohne ein unverzichtbarer Teil in jedem WorldTour-Team - wie Lotto-Soudal, UAE Team Emirates und Cofidis, die Campagnolo einsetzen - und sorgen dafür, dass die besten Fahrer der Welt ihre Rennen weiterhin bestmöglich bestreiten können.

Um mehr darüber zu erfahren, haben wir uns mit dem Mechaniker des AG2R Citroën Teams, Marc Chevènement (MC), getroffen und er erzählte uns, was an einem typischen Tag in den Ardennen passiert und wie die Fahrer ihre Ausrüstung wählen...

 

 

Auf welche Art und Weise beeinflussen die Strecken der Ardennen-Klassiker, insbesondere die von Lüttich-Bastogne-Lüttich, die Wahl der Laufräder? Welche Laufräder werden die Fahrer des AG2R Citroën Teams verwenden?

MC: Bei den Ardennen-Klassikern bevorzugen die Radsportler Laufräder, die sich bei Anstiegen exzellent verhalten. Also suchen wir nach den leichtesten. Deshalb werden sie sich je nach Fahrer für die Bora 35 oder die Bora 50 Schlauchversion entscheiden.

 

 

Wie viele Laufräder und Fahrräder wird Ihr Team zum Rennen Lüttich-Bastogne-Lüttich mitnehmen?

MC: Für die gesamte Saison werden wir 50 Laufräderpaare aus dem Bora-Sortiment im LKW zur Verfügung haben. Jeder Fahrer hat dann drei Fahrräder.

Mit wie vielen Laufrädern werden Sie beim Rennen Lüttich-Bastogne-Lüttich an den Start gehen?

MC: Wir brauchen 19 Laufräderpaare für den gesamten Tag. Sieben Paar für die Fahrräder auf der Strecke, sieben Paar an den Fahrrädern, die wir auf das Dach des Teamautos laden, vier Paar im Auto und ein Handpaar für einen Mechaniker, der am Straßenrand steht. Während des gesamten Rennens werden zwei Mechaniker auf der Strecke sein.

 

 

Beeinflusst das Wetter in Lüttich Ihre Wahl der Laufräder?

MC: Das Wetter bestimmt nicht die Wahl der Laufräder, sondern eher den Reifendruck. Der Laufradwechsel während des Rennens scheint so schnell wie bei einem Formel-1-Rennen zu sein.

Ist das eine Fähigkeit, die Sie während Ihrer Tage im Rennservice trainieren?

MC: Er ist viel langsamer als bei der Formel 1! Wir trainieren nicht in der Werkstatt, weil wir nicht immer dort sind, aber wir üben in den Trainingslagern, vor allem zu Beginn der Saison mit der technischen Unterstützung unserer Partner, einschließlich Campagnolo.

 

 

Wie beeinflussen die Strecken der Ardennen-Klassiker die Wahl der Gruppe und der Kassette?

MC: Bei diesen Rennen werden die Fahrer die Campagnolo Super Record 12-Speed Gruppe mit 11/32 Kassette verwenden. Wir werden uns für elektrische Gruppen entscheiden, da sie reaktionsschneller sind als mechanische, was bei harten Rennen wie diesen sehr wichtig ist.

Ist es Ihre Entscheidung, welche Komponenten die einzelnen Fahrer verwenden?

MC: Es ist eine gemeinsame Entscheidung, die der Fahrer, der Sportdirektor und der Mechaniker zusammen treffen. Ich bin mir sicher, dass ich immer ein gutes Urteil abgeben kann, da ich als Mechaniker in einem Fahrradgeschäft gearbeitet habe und immer noch etwa 7.000 km pro Jahr Rad fahre. Bei Unentschlossenheit hat jedoch immer der Fahrer das letzte Wort.

 

 

Können Sie uns abschließend etwas über einen typischen Tag in den Ardennen erzählen?

Es ist ein sehr langer Tag! So sieht ein typischer Tag beim Lüttich-Rennen aus:

6.30 Zu Beginn des Tages vergewissern wir uns, dass die Reifen auf den erforderlichen Druck aufgepumpt sind und bringen die Ersatzfahrräder auf dem Autodach an.

8.00 Transfer zum Startbereich.

10.00 Start des Rennens. Während des Rennens muss man immer bereit sein, alle mechanischen Probleme zu lösen, besonders bei Stürzen, die oft zu Reifenpannen oder Brüchen führen. Die Zeit für eine kurze Pause - selbst um ein Brötchen zu essen - lässt sich schwer finden!

17.00 Ende des Rennens und Transfer zum Hotel.

18.30 Reinigung der Fahrräder der Fahrer. Gegen

20:00 Uhr Ende des Arbeitstages.

Zeit, sich für das Abendessen fertig zu machen, bevor man sich eine wohlverdiente Ruhepause gönnt.

 

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